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Integrationsministerium stellt zusätzlich 925.000 Euro für die Integration von Geflüchteten bereit

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine suchen vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen Schutz in Rheinland-Pfalz. Um die Menschen dabei zu unterstützen, sich gut in den Kommunen einzufinden, schafft das Familien- und Integrationsministerium neue Angebote und weitet die Förderungen im Bereich der Integration gezielt für diese Gruppe aus. Insgesamt stellt das Ministerium damit zusätzlich 925.000 Euro für die Integration von Geflüchteten bereit. 

„Für unser neues Förderprogramm (Begegnungs-)Räume stellen wir über 400.000 Euro zur Verfügung“, erklärt Familienministerin Katharina Binz. „Mit dem Programm möchten wir insbesondere geflüchtete Familien mit ihren Kindern erreichen, um ihnen einen guten Zugang zu Bildungs- und Beratungsangeboten der Familienbildung zu schaffen. Die Familieninstitutionen, wie Häuser der Familie, Familienbildungsstätten und Familienzentren, haben durch ihre bisherigen Erfahrungen in der interkulturellen Arbeit großes Potenzial erworben, um insbesondere Flüchtlingsfamilien gut anzusprechen und ihnen das Ankommen in einer Kommune zu erleichtern.“ Über das neue Programm können neben offenen Treffs beispielsweise auch Angebote der Familienbildung, Begleitung bei Behördengängen, Hausaufgabenhilfe, Freizeitaktivitäten für Kinder oder die Koordination ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer gefördert werden. In jedem der 41 Jugendamtsbezirke kann eine Familieninstitution über das Programm bis zu 10.000 Euro erhalten. 


„Unsere landesgeförderten Migrationsfachdienste (MFD) beraten und unterstützen die Geflüchteten im Alltag – beispielsweise bei Fragen zur Unterbringung, zum Aufenthaltsrecht, zur Gesundheitsversorgung oder der Anmeldung der Kinder in der Kita oder Schule. Um die Migrationsfachdienste personell zu stärken, stellen wir bis Ende des Jahres 375.000 Euro zusätzlich zur bestehenden Förderung zur Verfügung“, betont Ministerin Binz. Die MFD stehen allen Migrantinnen und Migranten ungeachtet ihres Aufenthaltsstatus und Herkunftslandes offen und ergänzen die bundesgeförderte Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer. 


„Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Aus diesem Grund schaffen wir ergänzend zu den Sprachkursen des Bundes und den landeseigenen Sprachkursen mit niedrigschwelligen Sprachtreffs ein neues Angebot, das ebenfalls allen Migrantinnen und Migranten offensteht. Hierfür stellen wir in diesem Jahr 150.000 Euro zur Verfügung“, sagt Integrationsministerin Katharina Binz. „Die Migrantinnen und Migranten sollen sich in einer Atmosphäre ohne Lern- oder Prüfungsdruck in deutscher Sprache austauschen können. Über das reine Lernen und Üben der deutschen Sprache hinaus, entstehen so Begegnungsräume, um miteinander in Austausch zu kommen und Kontakte zu knüpfen.“ Organisiert und durchgeführt werden die Sprachtreffs von ehrenamtlichen Sprachpatinnen und Sprachpaten. 

 

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